The spirit of Konrad Hetz must go on… oder warum Kunst nie stirbt.

Im Frühling 2025 schloss Konrad Hetz, ein Künstler, der sich mit Druck beschäftigte, unvorhergesehen für immer die Augen. Dies ist nicht nur für seine Familie sondern auch für die – zumindest regionale – Kunstwelt ein herber Verlust.

Er war ein Magnet, ein Ruhepol, ein Künstler durch und durch, empathisch, talentiert und immer bereit, seine Mitmenschen in die Welt der Kunst einzuführen. Wenn Sie neugierig geworden sind…

www.konradhetz-druckgrafik.de

Wenn schon der Mensch, Konrad Hetz, nicht ewig lebt, dann doch wenigstens seine Kunst und seine Instrumente diese zu vermitteln und zu produzieren, sodass etwas von ihm weiterleben kann!

Der Tochter des Verstorbenen, Annette Eggensperger, wurde immer bewusster, dass das Herz ihres Vaters so sehr an seiner Druckwerkstatt hing, dass diese in irgendeiner Form weiterleben musste. Doch sahen sich die Künstlerfreunde des Verstorbenen nicht mehr in der Lage, die Werkstatt weiterzuführen.

600 kg Stahl (das Gewicht der beiden Pressen) aus dem Keller von Konrad Hetz in neu angemietete Räumlichkeiten umzuziehen, diese mit allen benötigten Materialien auszustatten, um dann wieder drucken zu können, war für sie nicht möglich.

In einem Gespräch berichtete Annette Eggensperger – sie wohnt in meiner Nachbarschaft – darüber, dass sie nicht wisse, wie das Herzstück ihres Vaters in Würde wieder aufleben könnte. In diesem Moment ergab sich die Gelegenheit, diesen Schatz für unsere Schule zu bergen, war es doch schon ein langgehegter Wunsch der Fachschaft Kunst eine Druckpresse für die Schule anzuschaffen.

Wie Sie sich sicher vorstellen können, wäre es deutlich einfacher gewesen, eine neue Presse zu bestellen, als eine bestehende Kunstwerkstatt umzuziehen. Jedoch war uns allen, im Sinne der Nachhaltigkeit und des künstlerischen Ethos, sehr viel daran gelegen, nicht pauschal den einfachsten Weg zu wählen. Allen war klar, dass die Pressen ohne Weiteres noch viele Jahrzehnte an der ARS ihre treuen Dienste werden verrichten können.

Nachdem im Nebenraum des Kunstsaals mit vereinten Kräften Platz geschaffen wurde (vielen Dank an Christian Ballauf für die Demontage und den Umbau der Regale), sollte ein bürokratischer Hürdenlauf beginnen: enormer Emailverkehr zwischen dem Sekretariat der ARS, dem Landratsamt Traunstein und mir, darauffolgend eine statische Prüfung des Bodens sowie die Suche nach einer Spedition.

Zum Glück ließ sich nach Irrungen und Wirrungen seitens einiger Umzugsunternehmen eine unkomplizierte und zuverlässige Firma finden, welche sich den Transport der Pressen aus dem Rosenheimer Keller in das OG der Achental-Realschule zutraute.

Die Druckwerkstatt kann weiterleben!!!

In der Fotostrecke können Sie sehen, wie vier starke Männer der Firma Kavak uns innerhalb von zwei Stunden einen Herzenswunsch erfüllten. Vielen Dank hierfür!!!

Nun ist es an uns ARS-lern, die Druckwerkstatt fertig einzurichten und mit voller Tatkraft wieder aufleben zu lassen!

Es lebe die Kunst!                                                                                                                                                                       Stefanie Eder