iPad-Konzept
iPad- und Medienkonzept im Detail
Mediensozialisation von Kindern und Jugendlichen ist unser Alltag / Medienerziehung
Sicherlich werden Sie uns zustimmen, dass in den letzten Jahren digitale Medien, wie Smartphones, Tablets (iPads), zweifellos Einzug in unseren Alltag und somit auch in die Bildungswelt gehalten haben. Das hat nicht nur seit der Corona-Pandemie viele Diskussionen ausgelöst und Unsicherheiten geschürt. Allerdings ist es wichtig zu betonen, dass die Forschung in diesem Bereich vielschichtig und differenziert ist. Neben kritischen Stimmen gibt es im medienpädagogischen und medienwissenschaftlichen Bereich zahlreiche Experten, die darauf hinweisen, dass der Einsatz digitaler Medien in Bildungskontexten durchaus positive Auswirkungen hat.
Die Mediensozialisation spielt für unserer Kinder und Jugendlichen eine immer bedeutendere Rolle in der heutigen Gesellschaft. Schüler wachsen mit digitalen Medien auf und werden sie im Alltag und im Berufsleben medienkompetent nutzen müssen. Sozialisation ist heute Mediensozialisation. Hier setzt unsere kritisch-optimistische Haltung an: Statt die Digitalisierung komplett zu verteufeln, möchten wir unsere Kinder und Jugendlichen zu mündigen und verantwortungsbewussten Mediennutzern erziehen und sie dabei reflektiert begleiten und unterstützen. Besonders auch im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz. Bei dieser bildungsbezogenen Medienerziehung ist es uns wichtig, typische Problemlagen in der Sozialisation – auch durch Medien, z. B. Social Media – durch Prävention und Kompensation, gezielt aufzugreifen, unsere Schüler dafür zu sensibilisieren und nach Möglichkeit zu helfen, diese zu überwinden. Unsere Medienerziehung erfolgt in allen Jahrgangsstufen in unterschiedlichen Kontexten wie dem „Medienführerschein“ oder der Umgang mit KI-Tools, z. B. IT und KOMPASS. Wichtig ist uns: Schritt-für-Schritt, von der 7. Klasse mit Grundlagen beginnend hin zu Schülern der 10. Klasse, die zunehmend selbstständig digitale Medien für selbstgesteuertes Lernen nutzen. Unsere Kinder und Jugendlichen sollen im Umgang
Förderprogramm „Digitale Schule der Zukunft“
Unsere Schule ist ein Teil des Förderprogramms „Digitale Schule der Zukunft“, das seit einigen Jahren automatisch vom Kultusministerium erweitert und beständig ausgerollt wird. Dieses Programm verfolgt das Ziel, Schule und Unterricht in einer Kultur der Digitalität weiterzuentwickeln, um die Schülerinnen und Schüler auf die digitale Lebens- und Arbeitswelt vorzubereiten. Die technische Grundlage dafür bildet die Ausstattung der Schülerinnen und Schüler mit mobilen Endgeräten.
(In Anlehnung an das Bayerische Ministerialblatt vom 19. Juni 2024)
Warum iPad?
Der sinnvolle und kontrollierte Einsatz digitaler Medien im Unterricht bietet einige Vorteile. iPads ermöglichen einen lebendigen und vielfältigen Zugang zu Wissen und Informationen. Durch multimediale Lerninhalte können komplexe Sachverhalte anschaulich vermittelt werden, was das Verständnis und Wissen fördert. Zudem können digitale Medien den Schülern individuelles Lernen ermöglichen, da sie das Lerntempo, die Lernzeit, den Lernort und den Schwierigkeitsgrad an ihre Bedürfnisse anpassen können. Die aktuelle Ausstattung an unserer Schule ermöglicht des Weiteren, mit dem zur Verfügung stehenden Eingabestift in Notizen-Apps zu arbeiten oder mithilfe der Tastatur Apps wie Word nutzen.
In Bezug auf soziale Aspekte haben digitale Medien das Potenzial, die Zusammenarbeit und Kommunikation zu stärken. Unsere Lernmanagementsysteme – z. B. MS 365-Teams/Kursnotizbuch, mebis oder fobizz (KI-Tools) – bieten Möglichkeiten zur kollaborativen Arbeit, die Teamfähigkeit und soziale Kompetenzen fördern.
Ein weiteres großes Plus sind die elektronischen Versionen der Schulbücher, die ihre Kinder in der Schule nutzen können. Im Vergleich zu gedruckten Lehrbüchern sind digitale Lehrmittel leichter und benötigen keinen physischen Stauraum. Sie haben weiterhin die Bücher daheim, in der Schule gibt es dann aber keine schweren Schultaschen mehr.
Traditionelles und mediengestütztes Lehren und Lernen
Uns ist es wichtig zu betonen, dass der Einsatz digitaler Medien im Unterricht nicht bedenkenlos erfolgt. Wir legen großen Wert darauf, dass der Gebrauch der iPads und weiterer digitaler Medien sorgsam und gezielt erfolgt, um möglichen negativen Auswirkungen entgegenzuwirken. Dafür bilden wir Lehrkräfte uns regelmäßig fort.
Wir setzen uns – auch im engen Austausch mit dem Elternbeirat – dafür ein, dass der Umgang mit digitalen Medien im Unterricht in einem ausgewogenen Verhältnis steht und traditionelle und moderne Lehrmethoden in einem mediendidaktisch und fachdidaktisch sinnvoll begründeten Mix orchestriert werden.
So werden zum Beispiel an unserer Realschule in der 7. und 8. Klasse weiterhin “klassische” Hefte genutzt. Das Schreiben mit der Hand ist ein wesentlicher Baustein, um Lernen erfolgreicher zu machen. Zunehmend sollen die Schülerinnen und Schüler bis zur 9./10. Klassen darüber hinaus lernen, selbstständig und mediengestützt zu arbeiten. Sie können beispielsweise auch digitales Schreiben mit der Hand am iPad mit einem Eingabestift und mithilfe von Notizen-Apps trainieren. Auf diese Weise können sie die Vorteile traditioneller Handschrift mit den Stärken digitaler Technologie verbinden. Erweiterte Funktionen sind z. B. multimediale Elemente wie Farben und Formen, das Einfügen von Bildern oder Links sowie das Annotieren von PDFs.
Derzeit aktualisieren wir hierfür unser ARS-Medienkonzept und passen es sukzessive an unsere Bedürfnisse an.
Regeln
#Nutzungsordnung
Wir als Realschule und Sie als Eltern sollten hier konstruktiv zusammenarbeiten, um klare Regeln und Richtlinien für die Mediennutzung aufzustellen. In den Nutzungsordnungen der iPads sind grundlegende Regeln bereits fixiert, weitere Regeln zu digitalen Medien sind darüber hinaus in der Hausordnung festgehalten.
#Bildschirmzeit und Unterrichtszeit
Außerdem können Sie als Eltern auch zuhause zusammen mit Ihrem Kind Mediennutzungsregeln aufstellen und einüben. Die Bildschirmzeit ist beispielsweise ein effektives Mittel, um „Spaß“-bezogene Zeiten, z. B. Gaming, reflektiert zu reduzieren.
Wir werden Ihnen hierzu extra zu Beginn des neuen Schuljahres noch einmal Informationen zukommen lassen, z. B. zum Einstellen der Bildschirmzeit oder zur sinnvollen Zeitmanagement (Unterricht/privat) im Umgang mit dem iPad.
#Sicherheit mit dem iPad
Grundsätzlich gibt es einen WEB Contentfilter auf dem iPad. Dieser wird von der ACS Group verwaltet und gesteuert und kann jederzeit erweitert werden und wird auch regelmäßig erweitert. Die ACS Group kümmert sich um die Geräte und den technischen Support (MDM System) und Jamf schützt Schülerinnen und Schüler mit Jamf Safe Internet davor, auf schädliche, ungeeignete, ungesicherte oder illegale Websites zuzugreifen. Jamf Safe Internet wurde speziell für den Bildungsbereich entwickelt und basiert auf der Jamf Engine zur Filterung von Inhalten, zum Schutz vor Netzwerkbedrohungen und soll Schulen dabei helfen, Minderjährige vor schädlichen Inhalten zu schützen. Dieser Filter kann von uns nicht umgangen werden, sollte es aber neue Seiten geben, werden die mit dem nächsten Update blockiert.
#Konsequenzen bei Regelverstößen
Bei einem Verstoß gegen die Vereinbarung wird das iPad zunächst vom zuständigen Lehrer eingezogen und an das Sekretariat weitergegeben. Wir sehen uns die Inhalte des iPads bei Bedarf genauer an und führen ein Gespräch mit der Schülerin/dem Schüler. Je nach Schwere des Verstoßes können u.a. folgende Konsequenzen folgen:
- Verbot der Nutzung des iPads im Unterricht
- Beschränkung der Nutzung des iPads im Unterricht
- weitere pädagogische Maßnahmen
Bei rechtswidrigen Verstößen behalten wir uns weitere Maßnahmen vor!
Unser Ziel
Der persönliche Austausch mit Lehrkräften und Mitschülern sowie praktische Erfahrungen im analogen Umfeld bleiben weiterhin essentiell für eine ganzheitliche Bildung!
Unser Ziel ist es, einen positiven Umgang mit digitalen Medien im Unterricht zu fördern. Wir sind davon überzeugt, dass iPads ein wertvolles Werkzeug für den Unterricht sein können, wenn sie verantwortungsvoll eingesetzt werden.
Abschließend möchten wir betonen, dass unsere kritisch-optimistische Haltung auf einer fundierten pädagogischen Basis beruht, die wir hier an unserer Schule durch professionell ausgebildete Lehrkräfte begleiten. Die Schülerinnen und Schüler sollen nicht nur fit und medienkompetent für die digitale, komplexe Welt gemacht werden, sondern auch in der Lage sein, diese kritisch zu hinterfragen und verantwortungsvoll zu nutzen.
Wir sind uns der Verantwortung bewusst, die Bildung und Erziehung Ihrer Kinder bestmöglich zu gestalten. Dazu gehört auch ein zeitgemäßer Einsatz digitaler Medien im Unterricht.
Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen und stehen Ihnen jederzeit für Fragen und Anliegen zur Verfügung.
